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Holzbrand im Herbst: dreißig Stunden am Feuer

Holzbrand im Herbst: dreißig Stunden am Feuer

Der Herbstbrand ist vorbei, und wie jedes Mal sind wir ein wenig erschöpft und sehr neugierig. Drei Tage hat es gedauert, den Ofen einzusetzen: knapp zweihundert Stücke, dicht an dicht, auf Platten aus Siliziumkarbid. Die großen Vasen kommen nach hinten, wo die Flamme am längsten verweilt.

Angefeuert haben wir am Freitagmorgen. Die ersten Stunden lässt man den Ofen langsam kommen, damit sich Restfeuchtigkeit nicht schlagartig in Dampf verwandelt. Ab etwa 900 °C wird im Takt von wenigen Minuten nachgelegt; in der Nacht haben wir uns in Schichten abgewechselt.

Am Samstagabend waren die Brennkegel im vorderen Bereich gefallen, hinten fehlten noch rund zwanzig Grad. Wir haben die Luftzufuhr etwas reduziert und noch zwei Stunden weiter geheizt. Danach wurde der Ofen verschlossen und durfte vier Tage abkühlen.

Das Ausräumen ist der schönste Moment des Jahres. Die Ascheglasuren sind diesmal besonders grün geworden, einige Krüge in Tenmoku zeigen feine rostrote Ränder an der Schulter. Leider haben auch drei große Schalen Risse im Boden – das gehört dazu.

Die neuen Stücke sind ab dem Werkstattverkauf im November erhältlich.

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