Wie wir Ascheglasur herstellen

Holzasche ist eines der ältesten Glasurmaterialien überhaupt. Sie enthält viel Kalk und Kalium, die zusammen mit Feldspat und Ton bei hohen Temperaturen eine Glasur bilden. Bei uns stammt die Asche überwiegend aus dem eigenen Ofen und aus dem Kamin.
Bevor die Asche verwendet werden kann, wird sie gesiebt und mehrfach in Wasser ausgewaschen. Dabei lösen sich lösliche Salze, die sonst die Haut reizen und die Glasur unberechenbar machen würden. Nach dem letzten Waschgang wird die Asche getrocknet und erneut fein gesiebt.
Unser Grundrezept besteht zu ungefähr gleichen Teilen aus Asche, Feldspat und einem hellen Ton. Je nach Holzart verändert sich das Ergebnis deutlich: Buche ergibt eher grünliche, Obstholz eher gelblich-braune Töne. Deshalb testen wir jede neue Charge auf Plättchen.
Ascheglasuren laufen gerne. Auf senkrechten Flächen bilden sich Tropfen und Bahnen, die wir bewusst einsetzen – am Fuß der Gefäße lassen wir deshalb einen unglasierten Rand stehen.